
Sabine Mette - Reittherapeutin
Mein Name ist Sabine Mette, geb. 1968 und ich bin alleinerziehende Mutter von drei Kindern
(Zwei Mädchen, geb. 1995, ein Junge, geb. 1998). Im Jahre 2002 wurden meine Mädchen eingeschult
und bereits im ersten Jahr traten Probleme bei den Hausaufgaben auf. Diese traten überwiegend
bei Lisa zu Tage. Rücksprachen mit den zuständigen Lehrern verliefen im Nichts und auch der Kinderarzt
konnte nicht wirklich helfen. In meiner Verzweiflung stöberte ich im Internet und stieß auf den Begriff
"Motorische Störung". Die Beschreibung deckte sich mit Lisas Problemen und ich konsultierte erneut den
Kinderarzt. Der überwies uns an eine Motopädin und Lisa musste 1x wöchentlich zur "Mototherapie".
Nach einigen Stunden fragte ich nach dem Ablauf einer solchen Stunde und war mehr als erstaunt, als ich
"klettern, springen, rollen etc." zur Antwort bekam. Da wir zu dieser Zeit bereits ein Pferd besaßen,
erkundigte ich mich, ob diesen "motorisch gestörten" Kindern auch mit dem Pferd geholfen werden kann.
Ich habe daraufhin intensiv nach Möglichkeiten der Hilfe durch das Pferd gesucht. Nach vielen Lektüren,
Expertenbüchern, etc. habe ich eine "natürliche" Methode gefunden. Diese
basiert auf eigenen Kindheitserfahrungen sowie
den Erfahrungen mit meinen eigenen Kindern - eingebettet in meine jahrelange Pferdeerfahrung
- und nicht
zuletzt dem Mut neue, andere Wege zu gehen. Kinder und Pferde brauchen unsere unendliche Geduld und ehrliche
Zuwendung. Ich möchte eine Ahnung davon geben, wie man Leben "erleben"
kann. Ganz ohne Medikamente, auch wenn es "mit" augenscheinlich schneller geht,
einen Versuch ist es wert. Denn schlimmer wird es auf keinen
Fall.
Meine Ausbildung absolvierte ich bei Anja Kleemann in Bad Camberg und nach dieser Zeit
fing das eigentliche Lernen erst an. Meine Tochter, vom Schulpsychologen als "Förderschulkind mit
geringer Intelligenz" abgestempelt, hat die Gemeinschaftsgrundschule problemlos durchlaufen und auch
jetzt fällt sie durch großes Allgemeinwissen auf. Beide Mädchen reiten und werden durch Stallarbeit und
lange Ausritte in der Natur in den Bereichen Wahrnehmung, Motorik und Körpergefühl extrem geschult.
Mein Bestreben war zunächst nur, motorisch schwachen Kindern zu helfen, doch durch die häufigen
Spazierritte mit den Kindern hat sich eine andere Richtung ergeben, die Eltern machen mit! Gehen mit in
den Wald, führen mal selber, reiten mal selber, genießen die Zeit mit ihren Kindern in der Natur.
So haben wir Geländespiele durchgeführt (Indianerfest, Bibi und Tina Tag etc.) und auf den
Kindergeburtstagen regelmäßig Spuren kreuz und quer durch den Wald und Wiesen gesucht. Auch hierbei
machen die Eltern immer wieder gerne mit. Diese Reitstunden werden seit 2006 regelmäßig von der AWO
Familienbildungsstätte Lüdenscheid angeboten und durch die Arbeit mit den Familien bleiben viele soziale
Probleme nicht verborgen. Durch einige Erfahrungen als Alleinerziehende weiß ich um deren Bedürfnisse
und baue diese in die Stunden mit ein. Mein 10-jähriger Tinker "Carlo" ist ein geduldiger Zuhörer und
macht alles mit. Viele zurückhaltende Frauen wachsen an unsere Shetty-Dame "Maya" (6 Jahre),
sie ist das Lehrpony zum führen und kuscheln. Durch diese so
vielschichtigen Erfahrungen und die vielen familiären Kontakte hat sich bei mir der Wunsch nach einem
"Familienhof" entwickelt. Ich habe ein Traum, von einem Mehrgenerationenhof, auf dem auch Senioren sich
noch einbringen dürfen und sollen, von Übernachtungsmöglichkeiten für Kinder, damit deren Eltern mal
Zeit für sich haben, von einer Arche für Tiere die von Kindern und ihren Eltern gemeinsam versorgt werden,
von einer besseren Welt. Für unsere Kinder, weil sie es uns wert sein müssen!!
|